




Bereits zum vierten Mal waren wir, die Radsportfreunde Überlingen, beim traditionellen Mountainbike-Rennen des RMSV Nenzingen am Start. Auch in diesem Jahr nahmen wir mit drei unserer Nachwuchsfahrer an den Kinder- und Jugendrennen teil. Zwei starteten in der Altersklasse U13, einer in der U15. Darüber hinaus war auch unsere Seniorenklasse vertreten.
Den Auftakt machten am Vormittag die Fahrer der U13. Für sie galt es, zwei Runden mit jeweils 1,5 Kilometern zu bewältigen. Die Strecke führte überwiegend über Straßen und Waldwege und stellte technisch keine besonderen Anforderungen. Dafür waren umso mehr Schnelligkeit und Ausdauer gefragt.
Mit Nico und Alexander hatten wir zwei Fahrer in dieser Altersklasse am Start. Die Konkurrenz war in diesem Jahr deutlich stärker als bei manchen bisherigen Rennen. Dabei konnten unsere Jungs eine interessante Erfahrung machen: Einige ihrer Mitstreiter waren körperlich zwar noch nicht so weit entwickelt, konnten aber durch gezieltes Training mit hoher Geschwindigkeit und guter Ausdauer überzeugen. Das zeigte einmal mehr, wie wichtig regelmäßiges Training neben der reinen Fahrtechnik ist.
Trotz der starken Konkurrenz waren Nico und Alexander mit Begeisterung dabei und zeigten beide eine gute Leistung. Am Ende belegten sie in ihrer Altersklasse die Plätze vier und sechs. Für einen der begehrten Pokale, die jeweils an die ersten drei einer Altersklasse vergeben wurden, reichte es dieses Mal zwar nicht, dennoch konnten beide mit ihrer Leistung zufrieden sein.
Um 13:30 Uhr fiel dann der Startschuss zum Hauptrennen, bei dem auch Max in der Altersklasse U15 antrat. Während die Fahrer der U19 und die Erwachsenen fünf Runden mit jeweils 4,5 Kilometern zurücklegen mussten, standen für Max zwei Runden auf dem Programm. Er meisterte die Strecke souverän und konnte sich am Ende über einen hervorragenden zweiten Platz in seiner Altersklasse freuen. Damit durfte er auch einen Pokal mit nach Hause nehmen.
Auch ich selbst ging im Hauptrennen in der Seniorenklasse Ü55 an den Start. Wie bereits in den vergangenen Jahren war diese Altersklasse wieder besonders stark besetzt und stellte die größte Startergruppe. Das Rennen entwickelte sich für mich zu einer spannenden Angelegenheit. Vor allem in den letzten Runden kamen einige Konkurrenten immer näher, sodass ich bis zum Schluss kämpfen musste. Mit nur wenigen Sekunden Vorsprung konnte ich schließlich den dritten Platz ins Ziel retten. Entsprechend groß war die Freude über diesen Podestplatz.
Neben den sportlichen Ergebnissen war es vor allem die gelungene Organisation, die das Kirbe-Race wieder zu einer besonderen Veranstaltung machte. Der RMSV Nenzingen zeigte erneut, mit wie viel Engagement und Herzblut ein solches Rennen auf die Beine gestellt werden kann. In der vereinseigenen Radsporthalle war bestens für das leibliche Wohl gesorgt. Von der traditionellen Schlachtplatte über Bratwürste und weitere Speisen bis hin zu Kaffee und Kuchen war für jeden etwas dabei.
Ein weiteres Highlight war die große Tombola, bei der jeder Teilnehmer des Hauptrennens einen kleinen Preis erhielt. Auch das gehört zu den schönen Traditionen dieser Veranstaltung und trägt zur familiären Atmosphäre bei.
Besonders erfreulich war erneut der freundschaftliche Kontakt zum veranstaltenden Verein. Schon im Vorfeld hatte mir die Vorsitzende erzählt, wie schwierig es inzwischen geworden ist, eine solche Veranstaltung zu organisieren. Vor allem die Suche nach genügend freiwilligen Helfern stellt die Vereine vor immer größere Herausforderungen. Umso bemerkenswerter ist es, dass der RMSV Nenzingen mit so viel Einsatz an dieser Tradition festhält.
Nach der Siegerehrung zeigte sich der Verein optimistisch, das Kirbe-Race auch im kommenden Jahr wieder durchführen zu können. In unseren Gesprächen haben wir bereits signalisiert, dass wir dann gerne wieder mit dabei sein möchten.
Auch abseits der Rennstrecke war der Tag für uns sehr wertvoll. Unsere drei Nachwuchsfahrer waren mit großer Begeisterung dabei und wurden von ihren Eltern begleitet. In den Pausen zwischen den Rennen und während der Wartezeit bis zur Siegerehrung ergaben sich viele gute Gespräche. Dabei konnten wir uns über die Entwicklung der Kinder, das Training und die weiteren Aktivitäten unserer Mountainbike-Gruppe austauschen.
Unser Fazit: Das Kirbe-Race war wieder eine rundum gelungene Veranstaltung mit spannenden Rennen, schönen sportlichen Erfolgen und einer ausgesprochen familiären Atmosphäre. Besonders erfreulich waren die Begeisterung unserer drei Jungs und die beiden Podestplätze.
Wir hoffen sehr, dass der RMSV Nenzingen diese schöne Veranstaltung auch im nächsten Jahr wieder ausrichten kann. Die Radsportfreunde Überlingen werden dann sicherlich versuchen, erneut mit ihrer Jugend und vielleicht auch wieder mit einigen Senioren an den Start zu gehen.
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