M3 MTB Marathon in Schruns

Am 27.Juli fand Schruns der M3 MTB Marathon statt.  Für mich war das der erste Start
bei einem Bike Marathon in den Alpen. Meine bisherige Rennerfahrung war nur die Illmensee Bike Challenge
und der Hegau Bike Marathon.  Der M3 ist aber sowohl was die Streckenlänge als auch die Höhenmeter 
betrifft ein anderes Kalliber. 4.500 Höhenmeter waren auf der 130 km langen Strecke zu bezwingen.

Der Start war auch hier ungeachtet der anstehenden Strecke ein Sprint, als ob es über 30 km ging.
Ich hielt mich dezent im Hintergrund und habe von Beginn an mein Tempo gehalten. 
Die Strecke ging von Schruns aus zuerst ins Silbertal über den Kristberg und Bartolomäberg, wo die erste
technische Abfahrt anstand, die für mich „Flachländler“ jedoch noch ganz gut fahrbar war. Zurück in Schruns
fing es dann leider an zu nieseln, was sich im weiteren Verlauf zu einem veritablen Platzregen auswuchs, 
so daß ich bereits mit dem Gedanken spielte,  aus Angst vor einer eiskalten Abfahrt von der 
Biehler Höhe das Rennen abzubrechen. Der Regen hörte aber nach 1-2 h wieder auf, ehe es nach der
Mautstation auf einer kleinen Asphaltstraße hoch auf die Biehler Höhe ging. Bei der Verpflegung nach Kilometer 80 hieß
es, daß es ab Kilometer 100 nur noch bergab ging. Nach ca. 1 h Bergauf mit ca. 6-7 km/h  sagte mir ein kurzer Blick 
auf den Tacho, daß ich bei dem Tempo noch schlappe 2h mit 70 Umdrehungen die Minute den Berg hochwürgen
müsste. Ich wollte gerade absteigen und weiter schieben, als mir ein Mitstreiter glaubhaft versicherte, daß vor der Bieler Höhe
noch ein kurze Abfahrt käme. Solange wollte ich dann doch noch durchhalten und die letzten 10 km bis zum Gipfel
waren dann auch nicht mehr so steil. Von da an ging´s dann wirklich fast nur noch bergab. Das war zum Teil jedoch 
gerade so anstrengend wie bergauf! Kurzzeitig mußte ich mit Rücksicht auf mein zerbrechliches Schlüsselbei auch bergab schieben. 
Aber es war eine tolle abwechslungsreiche Abfahrt mit steilen Trails, rassigen Flowtrails, und Highspeed Passagen auf Asphalt.
Nach 8.28 h kam ich wieder heil und unbeschadet im Zeil an, was mir Platz 98 bei 124 Startern einbrachte.
Wie man das Rennen in 5:38 h fahren kann bleibt mir aber ein Rätsel.

Grüße
Klaus