Allgäutour 2018

Bericht von Achim:

 

Am Freitag, den 13. Juli, was in diesem Fall eher ein Glückstag war, fuhren wir zu 6.  Frank, Paul, Leo, Matthias, Jörg und ich als Untergruppe des Allgäutrosses am Hänselebrunnen bei Frank los, mit dem Ziel Reichenbach bei Nesselwang.

 

Bei bester Stimmung, guten Beinen und idealem Radlerwetter fuhren wir zunächst über bekannte und weniger bekannte Wege großräumig um Friedrichshafen rum Richtung Pfänder, bevor es dann die erste Herausforderung mit dem kurzen aber knackigen Aufstieg nach Möggers gab. Jeder musste mit seinem Tempo klarkommen und litt auf seine Weise. Danach ging es in rasanter Abfahrt hinunter nach Scheidegg, um dann über ein paar richtig fiese Rampen, ich wusste gar nicht, wo Frank die alle hergebracht hat, durch Oberstaufen, dann runter zum Alpsee, wunderschön an der Westseite entlang bis Immenstadt. Dort holte uns dann der Freitagsverkehr der Stadt ein, da wir wegen Baustellen über die Hauptstraße mussten und nicht, über die auch nicht besonders radfreundliche Innenstadt konnten. Unser Mittagsziel war eigentlich das Giebelhaus in Hinterstein bei Hindelang gedacht, aber wiederum eine Baustelle ließ uns hier nicht durch, so dass wir beschlossen, hungrig und durstig trotzdem zunächst das Oberjoch hoch zu fahren. Dieser Berg mit seine vielen Kehren ist ideales Rennradrevier und lässt sich locker hochkurbeln auch wegen des von Paul gelobten Topbelages! Nach kurzer Rast und Verpflegung am Kiosk auf der Passhöhe war geplant, über Unterjoch und Wertach nur noch wenige Kilometer zum Ziel. Weit gefehlt, schon wieder Baustelle, so blieb uns nur der Umweg über das Tannheimer Tal, was sich aber allemal gelohnt hat. Tolle Abfahrt runter nach Tannheim mit Bergpanorama vom Feinsten. Man musste sich schon konzentrieren, auf das Hinterrad vor einem um nicht dauernd auf die Berge schauen zu wollen. Dann hoch nach Grän und dann als Krönung die 36 km Abfahrt nach Pfronten im Windschatten von Frank, das war Rennradspaß pur, bevor uns in Pfronten der schon bekannte Biergarten mit Augustiner vom Fass erwartete. Wer jetzt glaubte, es geschafft zu haben, sind ja nur noch 8 Km bis Nesselwang, kennt Frank nicht. Wir sind dann noch über das Land gefahren, weil wir nicht die Hauptstraße nutzen wollten und Land heißt im Allgäu, Ihr ahnt es schon: Berge. Aber nach 180km und knapp 2.500 Höhenmeter sind wir dann doch noch glücklich im Gasthof zu Reichenbach gelandet, wo wir auf unsere andere Truppe um unsere beiden Andreas gestoßen sind. Bei gutem Essen und noch ein, zwei Zöttlerbier wurden die Heldentaten des Tages besprochen, bevor wir glücklich und müde ins Bett kamen.

 

Samstag 14.Juli 

In der Nacht hat es geregnet und die Straßen waren noch nass, so dass wir keine Eile zum Aufbruch hatten. Nach ausgiebigem

 

 Frühstück schien die Sonne, so dass unserer Runde rund um den Forggensee nichts mehr im Wege war. Mit der gleichen Truppe wie am Freitag, vergrößert nur um Andreas, hat uns Frank auf eine wundervolle Tour mitgenommen. Über Pfronten und Füssen ging es raus in den Hohenschwangau, nachdem Paul sein Beautycase am Rad gerichtet hatte. Auf kleinen Wegen, die nur das Navi von Frank kannte, am leider trockenen Forggensee vorbei, durch den Wald zum Hintereingang der Wieskirche dann Richtung Steingaden und viele Kilometer auf einer ehemaligen und jetzt für den Radverkehr geteerten Bahnlinie weiter. Inzwischen hat uns Andreas verlassen, der etwas kürzer fahren wollte, um Kräfte zu schonen für den morgigen Heimweg. Die Runde war wirklich Allgäu pur, mit grünen Wiesen, braunen Kühen mit ihren großen schönen Augen, immer im Blick die hohen Berge von Aggenstein über Säuling bis rüber zur Antenne vom Grünten und stetes auf und ab auf Nebenstrecken. Zur verdienten Einkehr hat uns Frank ein Kleinod gezeigt. In einem kleinen Weiler bei Eisenberg gibt es eine Kleinstbrauerei die tatsächlich  Maria-Hilf heißt, mit einer kleinen Terrasse, auf der uns Andreas schon erwartete. Das unglaublich süffige Bier hatten wir uns nach der Runde verdient und hat  wunderbar geschmeckt. Da wir aber noch ein paar Kilometer zurück hatten, mussten wir aufbrechen, bevor der Durst ganz gestillt war. Wieder ein vollkommen geglückter Radtag, wie man sich ihn schöner nicht vorstellen kann. 

 

Sonntag 15. Juli 

In der Nacht Gewitter mit Regen und der Wetterbericht war eher undurchsichtig. Trotzdem sind wir heute schon um 9Uhr los, um noch Puffer zu haben, wenn es regnen sollte, oder umgekehrt um nicht ganz in die Nachmittagshitze zu kommen. Die Straße hat fast abgetrocknet, als wir uns vom Gasthaus Reichenbach, jetzt mit der vollen Truppe, also nochmal verstärkt um unseren Präsidenten Andreas, Erik und Josi, auf den Heimweg machten. Dieses Mal wählten wir den direkteren Weg über Wertach hinunter nach Immenstadt, auf der bereits bekannten Strecke am Alpsee vorbei und dann hinauf, an Oberstaufen vorbei, nach Stiefenhofen. Obwohl unser Präsident dieses Jahr nicht Trainingsweltmeister ist, hat er sich doch tapfer geschlagen und die Steigung gemeistert. Inzwischen ist das Wetter immer besser geworden, die Sonne kam raus, so dass sich mit der Luftfeuchtigkeit und der Wärme eine etwas „klebrige“ Masse ergab, so dass wir beschlossen, Josi und Erik allein an der Gießenbruck zurück zu lassen und den bekannten Rückweg über das D-Tal gleich in Angriff zu nehmen. Die verdiente Einkehr haben wir uns dann beim Musikfest in Leustetten gegönnt und auf das wirklich gelungene Wochenende angestossen, dankbar, dass alle gesund ohne Unfall und Pannen wieder zurückgekehrt sind.

 

Vielen Dank auch an die Begleiterinnen Manu, Christina und Ella mit dem Gepäcktransport und vor Allem Frank für die perfekte Planung.

 

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Andreas sein Bericht: 

 

Allgäu Tour aus Sicht der zweiten Gruppe:

 

Nachdem der größte Teil des Allgäu-Trosses bereits am Hänselebrunnen 

gestartet war,

bestand die Möglichkeit des Zusteigens für die auswärts wohnenden.

 

So machte ich mich pünktlich auf dem Weg und konnte mit Paul und 

Matthias in Mühlhofen

auf die anderen warten.

 

Pünktlich um 8 Uhr, kurz nach dem gemeinsamen Gruppenfoto ging es dann 

in den geplanten zwei Gruppen los, Andreas S. hat eine sehr schöne Tour 

vorbereitet.

Angedacht war bei der Gemütlich-Gruppe die eine oder andere Kaffeepause 

einzulegen.

Den Plan haben wir direkt in Tettnang umgesetzt. Weiter ging es am 

Schleinsee vorbei,

wo wir die erste Allgäuluft fast schnuppern konnten, teilweise bekannte 

Wege aber auch immer wieder schöne neue,

abseits von viel Verkehr.

Durch Meckatz durch - dieses Mal ohne Einkehr ging es Richtung Oberstaufen.

Nach dem Großen Alpsee entschieden wir uns, keine Pause mehr zu machen 

und bis Wertach durchzufahren.

Aus meiner Sicht eine harte Entscheidung, ging es doch ab Immenstadt 

stetig bergauf an Rettenberg vorbei.

5km vor dem eigentlich Ziel, aber mit dem Wissen, dass wir dort vor 17 

Uhr noch keine Bewirtung hätten,

kam die verdiente Pause in Wertach, bevor wir dann pünktlich mit den 

anderen in Reichenbach eintrudelten.

 

Da mich meine Familie begleitete habe ich den Samstag zur Regeneration 

genutzt und einen tollen Familienausflug zum Walderlebniszentrum 

Ziegelwies unternommen,

bevor wir dann am Sonntag alle gemeinsam zurückgeradelt sind.

 

Andreas eine tolle Tour, Frank, super Organisation, Danke auf ein 

nächstes Mal.