Axel beim Ötztaler 2017

Ötztaler Radmarathon

Nach meiner Premiere vor zwei Jahren hatte ich mir dieses Jahr erneut den „Ötzi“ als Saisonhöhepunkt vorgenommen. Um dem Losverfahren – bei dem sich ca. 20.000 Bewerber um gut 4000 Startplätze streiten – zu entgehen und frühzeitig die Saison planen zu können, hatte ich mir bereits im Winter ein „Söldener Hotelpaket“ gegönnt. Dieses umfasst neben einer Startplatzgarantie auch eine Trainingswoche in Sölden, in der ehemalige und aktive österreichische Extremsportler (Wolfgang Fasching, Christoph Strasser, Franz Venier) geführte Touren anbieten. Kann man mitmachen, muss man aber nicht J.

Vor zwei Jahren hatte ich mein Ziel „unter 9 Stunden“ mit 8:51 knapp unterboten. Auf Grund des bisherigen Saisonverlaufs  und der aktuellen Datenlage deutete realistisch gesehen nichts darauf hin, dass ich dieses Jahr schneller sein würde – trotzdem war meine Pacingstrategie auf sehr optimistische 8:30 angelegt. Dabei hoffte ich zum einen auf eine bessere Zeit auf der Teilstrecke Innsbruck – Brenner durch eine bessere Gruppe, zum anderen auf einen etwas geringeren Leistungsabfall am finalen Aufstieg des Timmelsjoch.

Um es kurz zu machen: das Rennen verlief quasi identisch zu 2015: gutes und trockenes Wetter, chaotischer Start und Abfahrt bis nach Ötz inklusive Stürze, identische Zwischenzeiten, gute Leistungswerte an den ersten drei Anstiegen, mittelmäßige Gruppe im Teilstück zum Brenner, super-schnelle Abfahrten und leider auch wieder die abfallende Leistung am Timmelsjoch – dieses Jahr jedoch zusätzlich erschwert durch heftige Magenprobleme, die diesen Anstieg zu einer echten Quälerei machten. Insofern ist die identische Aufstiegszeit und letztlich identische Zwischenzeit auf dem Timmelsjoch (2015: 8:20:29, 2017: 8:20:12) noch als positiv zu bewerten. Leider bremste dann einsetzendes schlechtes Wetter und Gegenwind die finale Abfahrt nach Sölden, sodass ich hier noch etwas Zeit verlor und nach 8:53 im Ziel eintraf.

Fazit: mir ist keine Veranstaltung bekannt mit vergleichbarem Flair – ja eigentlich Hype – und vergleichbar guter Organisation. Über 1000 freiwillige Helfer sind involviert, ganz Sölden steht im Zeichen der Veranstaltung. Komplett gesperrte Strecke, reichlich bestückte Labestationen und letztlich viele Zuschauer entlang der ganzen Strecke machten den Marathon erneut zu einem tollen Erlebnis.

Meine Fahrt auf Strava:

https://www.strava.com/activities/1154841262

Website Veranstalter:

https://www.oetztaler-radmarathon.com/de

Ergebnisse:

https://services.datasport.com/2017/velo/oetztaler/#Top