Axel Sautter WM Finale Trento

Axel Sautter beim WM Finale der UCI World Cycling Tour in Trento am 21./22. 09.2013

Nachdem ich mich im Juni beim Zeitfahren und Marathon in Ljubljana/Slowenien qualifizieren konnte, stand nun vergangenes Wochenende das WM Finale für Masters und Amateure in Trento, Italien, an.

Im Vergleich zum letztjährigen Finale in Südafrika waren deutlich mehr Teilnehmer am Start: 500 beim Zeitfahren (54 in meiner Altersklasse 45-49 J.), 1600 beim Straßenrennen (134 in meiner Altersklasse), verteilt auf 34 Nationen; alleine Australien trat mit über 200 Teilnehmern an!

Auf Grund der Streckenprofile sowohl beim Zeitfahren (450 hm auf 24.2 km) als auch Straßenrennen (3000 hm auf 112 km) war bereits im Vorfeld klar, dass hier die Bergfahrer den Ton angeben werden. Somit galt für mich das Motto: genieße das Event, sammle Erfahrung, komm‘ heil im Ziel an – und dabei sein ist alles!

Das Zeitfahren fand in Cavedine statt, ein kleines Dorf vor den Toren Trentos. Gestartet wurde gleich in eine Steigung hinein, gefolgt von einer rasanten Abfahrt mit mehreren Spitzkehren und Top-Speeds von ca. 80 km/h – nicht alltäglich auf einem Zeitfahrrad. Nach einem eher flachen Teilstück vorbei am malerischen Lago di Cavedine – gespickt mit einigen scharfen Kurven – ging es in eine knackige Steigung mit bis zu 15 %, gefolgt vom etwas gemäßigteren Schlussanstieg bis ins Ziel.

Mit meiner Zeit von gut 42 Minuten war ich dann auch ganz zufrieden, erreichte ich doch gegenüber dem Rennen im Juli an gleicher Stelle über 2 Minuten früher das Ziel. Dies reichte dann zwar nur zu Platz 34 in meiner Altersklasse, aber wie gesagt – Bergfahrer sind andere :-)

Am Sonntag dann stand die Innenstadt von Trento im Fokus des Geschehens. Bereits sehr früh morgens fanden sich ca. 1600 Teilnehmer auf dem Piazza Duomo ein, um sich in ihre jeweiligen Startblöcke zu begeben. Startschuss für den ersten Block war Punkt 8 Uhr, gefolgt von allen weiteren Blöcken im Abstand von 2 Minuten.

Auf einen neutralisierten Start wurde verzichtet, so dass es gleich richtig zur Sache ging. Unsinnige Positionskämpfe bereits nach wenigen hundert Metern – verbunden mit Stürzen – bedeuteten dann auch schon für manche das frühe Aus.

Nachdem der erste Anstieg erreicht wurde, zog sich das Feld erwartungsgemäß auseinander und die Hektik legte sich ein wenig. Jeder versuchte seinen Rhythmus zu finden, trotzdem wollte man nicht klein beigeben und dran bleiben…ein Blick auf den Powermeter ließ mich staunen, war ich doch deutlich über meinen eigenen Pacing-Vorgaben. Wenn das mal gut geht…

Aber es ging gut. Der zweite Anstieg war schnell erreicht und gefühlt ebenso schnell überwunden, blieb also nur noch der finale Anstieg zum Monte Bondone. Hier galt es, noch mal alle Kräfte zu mobilisieren um die 18.6 km und gut 1400 hm möglichst schnell aber unbeschadet – sprich ohne Krämpfe oder sonstigen körperlichen Schäden – zu überwinden. Dies gelang mir dann auch sehr gut, so dass ich nach einer Zeit von 4.5 Stunden das Ziel erreichte, was zu einer Platzierung im hinteren Mittelfeld führte. Hatte ich’s schon erwähnt? Bergfahrer sind andere :-(

Insgesamt fällt das Fazit sehr positiv aus: vorbildlich organisiertes Event, tolle Stimmung in der ganzen Stadt, Rennrad-begeisterte Italiener, Ziel heil und gesund erreicht – alles ok!

Ein extra Dankeschön noch an Fadia, die mich (mal wieder) begleitet und an allen Ecken und Enden unterstützt hat (ja, Flaschen-Übergabe müssen wir beide noch optimieren ;-)

Axel

Links:

 

UCI World Cycling Tour Finale:

sport.be.msn.com/uciworldcyclingtour/uwctfinal/2013/eng/

Strecke TT:

 

 

http://www.gpsies.com/map.do?fileId=icklsdfnvwdjfirr&authkey=8945858AEB7AB9040334C993D5059339FF73EAD77633FA06

 

http://app.strava.com/activities/83671092

 

Strecke Road Race:

 

www.gpsies.com/map.do

 

app.strava.com/activities/84185721

Ergebnisse:

 

http://www.newspower.it/comunicati/UCIWCT_Final2013/Classifiche/classifiche_uwct.htm